Berichte

Berichte

Bericht R/SwP am 16.09.17 in Tettnang

R/SwP am 16.09.2017 in Tettnang 

Am 16.09. hatte ich Nevada zur R/SwP in Tettnang gemeldet. Mitte der Woche hatten wir noch Sturm und Starkregen. Am Freitag war tatsächlich schönes, sonniges Wetter bei 15 Grad. Da Tettnang nur ca. 75 km von mir entfernt liegt, nahm ich an, dass die Richter beim Legen der Fährte auch schönes Wetter hatten.

Samstagmorgen machte ich mich dann den Bodensee entlang Richtung Tettnang auf den Weg. Der Himmel war bewölkt, wir hatten 8 Grad, somit nahezu perfektes Fährtenwetter. Am Treffpunkt angekommen, berichtete uns der Sonderleiter Martin Eberle, dass einer der Teilnehmer (der einzige männliche Teilnehmer) leider aus beruflichen Gründen absagen musste. Somit waren wir nur 3 Teilnehmer, mit dabei ein Golden- und ein Labbi-Rüde.

Als dann die Richter komplett waren, ging es auch gleich schon ins Gelände. An einer Jagdhütte angekommen, wurden die Papiere und der Chip der Hunde kontrolliert, danach wurden die Startnummern, die sich in einem Tütchen mit sehr viel leckerer Nervennahrung befanden, verlost. Ich hatte die Startnummer 1, der Golden Startnummer 2 und der Labbi die Startnummer 3 und schon gings los. Trotz vieler Übungsfährten war ich nervös, denn man weiß nie, was in den 20 Stunden, die die Fährte liegt, vor allem nachts, so über diese 1000 m lange Fährte mitten im Wald läuft, was den Hund ablenkt. Mir wurde der Anschuss gezeigt, ich setzte Nevada an und lies sie laufen. Nevada zog sehr schnell an und wir liefen zügig den Berg hinauf. Zwischendurch sah ich ein Reh, welches über eine schmale Lichtung lief, Nevada ließ sich durch die gesunde Spur etwas ablenken, aber schlussendlich kamen wir mit 1 Abruf zum Stück. Nach der Anschneideprüfung konnte ich überglücklich und stolz den Bruch entgegennehmen und das tote Reh wurde von Martin Eberle nach jagdlicher Tradition verblasen. Leider hatten der Golden- und der Labbi-Rüde mit ihren Besitzern nicht so viel Suchenglück. Beide Hunde sind nicht bis ans tote Stück gekommen und konnten die Prüfung somit nicht bestehen. Mein Dank geht an das super nette und faire Richterteam Karin Schock (DRC), Oskar Brugger und Roland Brugger (beide JGHV), den Sonderleiter Martin Eberle, der mit seiner sympathischen, beruhigenden Art versuchte, uns Teilnehmern die Nervosität zu nehmen und uns den ganzen Tag mit Getränken und Vesper versorgte. Dank auch an den Revierleiter Klaus Veit und das Forstamt Bodenseekreis für die zur Verfügungstellung des Geländes. Und natürlich danke ich meinen Mitteilnehmerinnen, die sich mit mir gefreut haben. Es war ein schöner Prüfungstag, mittags kam dann doch tatsächlich noch die Sonne raus. Auf meinem Heimweg wurde der Himmel kurz nach Überlingen schwarz und es begann wiedermal sehr stark zu regnen. Somit hat alles, sogar das Wetter gepasst. Schade nur, dass die anderen beiden Teilnehmerinnen nicht bestehen konnten, sonst wäre es wirklich ein perfekter Prüfungstag gewesen.

Christine Mayer mit Nevada vom Keien Fenn

WP 20170916 11 46 37 Pro