Berichte

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Wesenstest am 11.11. und 12.11.2017 in Wildtal bei Freiburg

Wesenstest am 11.11. und 12.11.2017 in Wildtal bei Freiburg

„Wesenstest bei Wahnsinnswetter“ würde diese Tage am zutreffendsten beschreiben - dazu später mehr.

Sonntag früh traf ich mit meiner Familie und Labradorhündin Daisy am ausgemachten Treffpunkt ein. Es war für uns die allererste Teilnahme an einer Prüfung des DRC. Der Sonderleiter begrüßte uns mit den Worten, wir hätten heute Glück, gestern habe es geregnet. Dafür war er aber sehr gut gelaunt, dachte ich mir. Es war nämlich sehr kalt und windig, als wir morgens ihn und die Richterin kennenlernten und die ersten Anweisungen erhielten. Nach einem kleinen Fußmarsch kamen wir am Prüfungsgelände an. Das war gut, so konnte unsere Hündin vor dem Start nochmal ein Stück laufen und sich lösen. Da wir die Startnummer eins hatten, kam bei mir so langsam die Aufregung dazu. Die Richterin fing an und stellte uns zuerst einige Fragen zu unserem Hund. Zudem beruhigte sie uns zusätzlich und nahm auch schon mal Kontakt zu Daisy auf. Sie sprach nochmal alles kurz durch, da wir ja die ersten waren. Das war sehr beruhigend, obwohl wir vorher schon mal alle Stationen abgelaufen hatten. Dann ging es auch schon in den Parcours. Toll fand ich, dass mein Mann und meine Tochter mitlaufen durften, so war es fast wie ein Spaziergang. Daisy hat die ihr gestellten Aufgaben super absolviert und den Wesenstest mit einer sehr schönen Bewertung bestanden! Die wirklich sehr nette Richterin teilte uns das Ergebnis gleich nach dem Test, unter dem von den Veranstaltern aufgebauten Schutzpavillon im Wald mit. Alle Anspannung war jetzt weg, die weiteren Teilnehmer folgten und der Wind frischte nun beträchtlich auf. Nachdem auch der zweite Hund erfolgreich bestanden hatte, brach leider unser schöner Pavillon unter einer heftigen Windböe zusammen. Beiläufig fing es jetzt an zu regnen. Wenn die Richterin schrieb, hielten wir Teilnehmer die Pavillonstangen fest, damit die Papiere nicht nass wurden. Zum Glück hatten wir Tee und Kuchen, die Kälte und der Regen waren damit halb so schlimm. Je später es wurde, desto verrückter wurde jedoch das Wetter, Sturm und Regen wurden immer heftiger. Als der letzte Hund - nach gefühlten 20 Stunden - dran war und wir waren gerade alle wieder an den verschiedenen Stationen verteilt, kam der Regen in Strömen seitlich mit orkanartigen Böen angeprescht. Jetzt - meine Hose war durchnässt und das Wasser sammelte sich so langsam in meinen Schuhen-beneidete ich Daisy, die inzwischen schön bequem im Trockenen in ihrem Autokennel lag. Nachdem der praktische Teil zu Ende war, brauchten wir eigentlich nur noch den Weg von der Wiese zum Parkplatz zurückzulegen. Aber es waren bislang ja noch nicht alle Wetterphänomene durch, es fehlten noch Hagel, den wir prompt auf dem Weg nach unten mitbekamen und Donner, der das Ganze begleitete. Alle Teilnehmer waren jetzt nass bis auf die Knochen, aber trotzdem glücklich, dass die Hunde an diesem Tag alle bestanden haben. Auf dem Weg nach Hause, hörten wir im Radio, dass es im Schwarzwald eine Orkanwarnung gab. Jetzt freute ich mich nur noch auf eine heiße Badewanne.

Die Erlebnisse dieses außergewöhnlichen Wesenstests werden dadurch sicher allen ewig in Erinnerung  bleiben. Großer Dank gilt allen Helfern, der Richterin und dem Sonderleiter für die gute Organisation und der jederzeit guten Stimmung trotz der widrigen Umstände.

An den beiden Tagen haben 15 von 16 Hunden den Wesenstest bestanden.

Hanna Waschpusch mit Daisy ( Diamond ex Chelsea )