Berichte

Berichte

Wesenstest am 28.07.2019 mit Klaus Karrenberg - oder: 6 Retriever haben ein Wesen bekommen

uff de kutt jpeg hintergrund drc

Wesenstest am 28.07.2019 mit Klaus Karrenberg - oder: 6 Retriever haben ein Wesen bekommen

Warum wollt ihr mit Eurem Hund einen Wesenstest machen? Ein Wesenstest mit einem Golden Retriever? Warum? Ist er ein "Problemhund" oder steht er auf der Liste? wurde ich oft gefragt. Nein, ich möchte mehr über unseren Hund und sein Wesen erfahren und wissen, wie er sich in verschiedenen Situationen verhält. Da kam der Wesenstest mit unserer Züchterin Sybille Keßler und ihrer Tochter Jana als Sonderleiterin wie gerufen. Und dann noch mit Klaus Karrenberg, von dem man ja schon so viel gehört hat. Dass es Ende Juli warm sein kann, ist wahrscheinlich, aber dass drei Tage vor dem Test deutschlandweit die Hitzerekorde überboten wurden, so war es nicht in der Planung. Sonderleitung und Richter stimmten sich ab: Wir beginnen um 7 Uhr. Also Wecker auf Sonntag 3 Uhr gestellt, Hund geweckt und ab auf die Autobahn. Kurz nach 6 Uhr standen wir bei +19 Grad, leichtem Regen und tief hängenden Wolken "uff de Kutt". Nach einer kurzen Gassi-Runde traf dann das perfekt vorbereitete Orga-Team ein und nach und nach insgesamt sechs Teams, bestehend aus drei Golden-Hündinnen, zwei Golden-Rüden und einer Labrador-Hündin. Nach dem allgemeinen "Check-In" bei Sonderleiterin Jana ging es los. Unser Golden-Rüde Sammy und wir starteten als Nummer 2. Nun wollte Klaus Karrenberg mehr über unseren Vierbeiner wissen. Warum, wieso, weshalb wir uns so ein Tier antun, was der Hund seither schon so erlebt hat, wie er wohnt, ... . Dann ging‘s los, ohne Leine und Befehle. Erst einmal quer über die Wiese, dann spielend mit und ohne Spielzeug, einen Ball (mehr oder weniger) apportierend, ab durch die Menschengruppe und schließlich endend im Menschenkreis. Bernd Keßler versuchte vergeblich mit seiner Pistole im Nebel Flugenten zu treffen, dessen Schüsse aber unserem Sammy nichts ausmachten -  Er war nur enttäuscht, dass nichts vom Himmel fiel. Dann ging‘s zurück in den Wald, unterm Flatterband hindurch und über eine knisternde Plane hinweg. Zwischendurch klapperte es aus Dosen, eine Glocke bimmelte und so ein Mensch im Wald machte immer einen Regenschirm auf und zu. Das Finale war der große Teddybär, den jeder Hund erstmal kritisch begutachtete, aber als friedlich befand. Anschließend ging‘s zur Beurteilung. Es ist erstaunlich, welche Eigenschaften Klaus Karrenberg in so einer kurzen Zeit in den Hunden entdeckt und mit welcher fachlichen Kompetenz er sehr nützliche Tipps und Infos weitergibt. Letztendlich haben alle Hunde bestanden, ein Wesen erhalten und konnten nach Klaus Karrenberg "umweltfreundlich entsorgt" werden. Die Familie Keßler versorgte uns während des Tests nicht nur mit selbstgebackenen Kuchen und Kaffee, sondern auch mit zwei Pavillons, die wir wegen des immer wieder einsetzenden Regens gerne als Unterstand nutzten. Zum Abschluss gingen wir alle noch nach Oberkirch zum gemeinsamen Mittagessen und fuhren dann mit unseren Hunden und vielen Informationen im Gepäck wieder nach Hause. Ein toller Tag, für den wir uns bei Klaus Karrenberg, sowie bei den Sonderleiterin Jana Keßler ganz herzlich bedanken.

(Stefan und Alexandra Ammer mit Abadudas Golden Ghostbuster Sammy)

IMG 9375

(Foto: Bernhard Keßler)