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Bericht: JAS/R am 07.09.2019 in Pfaffenweiler

JAS/R am 07.09.2019 in Pfaffenweiler

In den vergangenen Monaten konnte ich erkennen, mit welcher Begeisterung mein Rüde Flash Spuren von Wildtieren wahrnimmt und diesen auch folgt.

Kurzentschlossen meldete ich Flash mit seinen 17 Monaten zur JAS/R der Retriever in Pfaffenweiler an. Da es meine erste Erfahrung bei einer Prüfung mit meinem Hund war, war ich doch ein wenig angespannt und nervös. Nach einstündiger Fahrt zum Prüfungsgelände trafen wir pünktlich um 8.30 Uhr ein. Ausgesprochen freundlich und in bester Stimmung wurden wir von der Sonderleiterin Ursula Striffler sowie den drei Richterinnen Dr. Ursula Friedrich, Claudia Breitgoff sowie Andrea Heinzelmann begrüßt und erhielten eine ausführliche Erklärung über die Ziele und Aufgaben des heutigen Tages.

An den Start gingen fünf Teams: 2 Labradore, 1 Golden Retriever, 1 Flat-Coated Retriever sowie 1 NovaScotia-Duck-Tolling Retriever. Unsere erste Aufgabe war die Verlorensuche im Wald bei anspruchsvollen Gelände mit Nadeln, Geäst, Dornen und einem kleinen Graben. Die Hunde sollten sowohl Ente als auch Hase finden und freudig zutragen.

Beurteilt wurde Arbeitseifer/Finderwille/Selbständigkeit/Nasengebrauch/Arbeitsruhe/Führigkeit und körperliche Härte.

Jetzt war ich doch sehr aufgeregt und gespannt, wie mein Hund die Aufgabe meistern wird. Ich gab Ihm das Kommando „Such“ und los ging es. Schön war es, zu sehen, wie er seine Nase einsetzte, um seine Beute zu finden, doch da war ja der Graben…

Ein hilfesuchender Blick „Frauchen soll ich da wirklich rüber?“

Ich ging ihm ein paar Schritte entgegen, um ihn zu unterstützen, dann ist er voller Eifer zur Arbeit übergegangen und hat beide Stücke Wild freudig aufgenommen und freudig zu mir getragen. Jetzt durfte mein Hund erst einmal eine Pause im Kofferraum einlegen, während die anderen Teams an den Start gingen. Nachdem alle 5 Hunde die erste Runde beendet hatten, wurde offen bewertet.

Ich persönlich habe diese Art der Beurteilung als ausgesprochen wertvoll erachtet, da man nicht nur Punkte sondern auch eine professionelle Einschätzung und Begründung der Vergabe erhalten hat. Meine anfängliche Nervosität lies jetzt deutlich nach und so konnten wir gemeinsam die zweite Aufgabe in Angriff nehmen. Diese bestand aus einer Markierung mit Ente. Der Hund konnte die Flugbahn gut beobachten, sah jedoch den Landepunkt nicht. Sehr beeindruckend, mit was für einer Präzission und Zielsicherheit die Hunde an genau die richtige Stelle geeilt sind! Die dritte Aufgabe bestand aus der Verlorensuche im Feld mit Schuss. Gemeinsam ging ich mit meinem Hund am Feld „spazieren“. Er sollte dieses Mal ohne Kommando allein durch seine Nase auf das Wild aufmerksam werden. Als er in der Nähe des ersten Wildes war, wurde nun ein Schuss abgegeben, um die Schussfestigkeit zu überprüfen. Hier zeigte sich mein Bube sehr souverän und ruhig. Das Ganze wurde mit der zweiten Runde mit Wild bestätigt. Die vierte Aufgabe war für mich die schönste des Tages: die Schleppspur. Ich war wirklich beeindruckt, wie toll Flash der Schleppe über die Wiese mit Winkelungen dann über einen Waldweg und am Ende sogar in den Wald hinein gefolgt ist. Ganz stolz kam er mit seinem Hasen aus dem Wald auf mich zu gerannt und ich war es auch.

Nun gab es eine Stärkung für alle bei Brötchen, Kaffee und Kuchen. Unser Finale war die Wasserarbeit. Hier durften die Hunde einen See überqueren, um am anderen Ende eine Ente zu apportieren. Was soll ich sagen, mein Retriever liebt das Wasser und hat sich auch hier vom Schuss nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Glücklich über unsere erste gemeinsame Teamarbeit, ließen wir den aufregenden Tag gemeinsam mit der Richterschaft und unsere Sonderleiterin ausklingen.

Vielen lieben Dank an alle Verantwortlichen!

Diesen Tag werde ich für immer positiv im Herzen tragen!

(Stephanie Scheld mit Flash Fynn vom Dornbusch)  

Bild Pfaffenweiler 7.9.2019.jpg

Foto: Stephanie Scheld