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Bericht: BLP am 08.09.2019 in Günzburg

BLP am 08.09.2019 in Günzburg
„Bevor wir uns beschweren, dass es kaum Plätze gibt, veranstalten wir eben selbst eine BLP“, dachten sich Beate und ich und gesagt, getan. Das Revier, in dem wir jagen, bietet alle Möglichkeiten. Die LG Südwest stellte sich als Veranstalter zur Verfügung, Richter, Sonderleiter und Helfer waren bald gefunden und so trafen wir uns am 08. September 2019 in Günzburg zur Bringleistungsprüfung für Retriever. „Nun, im eigenen Revier ist es ja einfach“, habe ich schon von einigen gehört und darf Euch sagen:“Mitnichten.“ Erstens glauben da unsere oberschlauen Retriever schon eher mal, sie wüssten bereits alles und so haben wir tunlichst ein Training im Prüfungsgelände vermieden. Zweitens ist man nebenher doch nicht unerheblich mit dem Ablauf der Prüfung beschäftigt und kann sich nicht so auf den Hund konzentrieren, wie das an der Organisation unbeteiligte Teilnehmer können, aber das nur mal vorweg.
Die Teilnehmer kannten und mochten sich alle bereits aus dem Vorbereitungskurs der Landesgruppe und so herrschte von Anfang bis Ende eine freundschaftliche und angenehme Atmosphäre.
Wir begannen mit der Freiverlorensuche im Wald. Der Auwalddschungel in unserem Revier stellte die Hunde gleich mal vor eine echte Herausforderung, die aber alle sehr gut meisterten, auch wenn die meisten die 15 Minuten für die drei Stück Wild annährend ausreizen mussten. Leider, leider tauschte ein Hund auf dem Rückweg aus dem Wald sein gefundenes Wild und konnte die Prüfung deshalb nicht bestehen.
Weiter ging es mit der Federwildschleppe im Feld. Auch hier leistete sich keiner größere Patzer. Meine Emma arbeitete die Schleppfährte ausnahmsweise mal hochkonzentriert. Das habe ich bei ihr zuweilen auch schon anders erlebt.
Die anschließende Schußfestigkeitsprüfung stellte für keinen Hund ein Problem dar.
Die Zeit war nun mittlerweile recht fortgeschritten, so dass wir uns alle erstmal mit Wurstsalat stärkten.
Anschließend ging es mit dem Einweisen weiter. Hier zeigte sich, dass selbst Dummy-erfahrene Hunde bei der Arbeit mit Wild höher im Trieb stehen und der Gehorsam manchmal nachlässt. Bei Emma und mir lief es allerdings gut und ich war zufrieden.
Nun kam das Markieren (Merken) aus der Line an die Reihe. Der fortgeschrittene Prüfungstag, der Druck und die Konkurrenz in der Line zeigte jetzt allerdings Wirkung, was sich bei einigen Hunden in Übersprungshandlungen äußerte und einen weiteren Teilnehmer die Prüfung kostete. Schade, schade!
Zum Schluss die Wasseraufgaben. Die lebende Ente wurde bei uns nicht geprüft, sondern nur die Schussfestigkeit im Wasser und die Freiverlorensuche im deckungsreichen Gewässer. Damit die Hunde auch etwas zeigen können, hatte sich der Prüfungsleiter bei der Richterbegehung ein durchaus anspruchsvolles Gewässer ausgesucht. Nun kam meiner Emma natürlich doch zugute, dass sie mit der Wasserjagd aufgewachsen ist und sie konnte bei dieser Disziplin brillieren. Hunde ohne eigenes Wasser im Revier taten sich hier zum Teil etwas schwerer, aber fast alle konnten die Aufgabe lösen.
Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle auch der todesmutige Einsatz unseres Richters Herman Marz mit seinem Ruderer Uli Bertele, die die Enten mit meinem Bananaboot auslegten.
Inzwischen war es 18.00 Uhr geworden und wir trafen uns alle im nahe gelegenen Landgasthof zur Auswertung und einem guten Abendessen.
Bei Emmas Bruder Brasko mit seinem Führer Fabian war es den Tag über ähnlich gut gelaufen, wie bei uns und so konnte er den zweiten Platz belegen. CrossSearcher Bluebell „Emma“ wurde Suchensieger und ich bin furchtbar stolz auf sie.
Ich bedanke mich bei unserem Prüfungsleiter Michael Hahn und den Richtern Hermann Marz und Maria Hohenhaus, denen es bis zum Ende eines langen, anstrengenden Tages gelang, eine ruhige, freundliche und angenehme Prüfungsatmosphäre zu schaffen und die immer sehr fair gerichtet haben. Dieses ehrenamtliche Engagement ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Ich bedanke mich bei unserem Sonderleiter Karsten Stahnke und seiner Frau Beate für die tadellose Organisation. Ich bedanke mich bei unserem unermüdlichen Helfer Uli Bertele, der mit für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hat und ich bedanke mich natürlich bei den Jagdpächtern Franz Schmid und Markus Kircher für das zur Verfügung stellen der schönen Reviere. Nicht zuletzt bedanke ich mich auch bei der LG Südwest mit Wolfgang Hinderer, der uns bei der Vorbereitung und Durchführung immer engagiert unterstützt hat. Und ich bedanke mich bei allen Teilnehmern und Anwesenden, die uns einen schönen Tag unter Gleichgesinnten beschert haben.
(Norbert Wolf mit CrossSearcher Bluebell „Emma“)

BLP02

Foto: Simone Hahn