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Bericht vom TeamDay – Uff de Kutt – Sonntag, 25.10.2020

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TeamDay – Uff de Kutt – Sonntag, 25.10.2020
TeamDay. Teambuilding. Teamevent. Diese Worte kennt fast jeder aus seinem beruflichen Alltag. Außerhalb des täglichen Umfelds in der Firma, trifft man sich und unternimmt gemeinsam etwas. Ziel ist, sich besser kennenzulernen und als Gemeinschaft zusammenzuwachsen.

TeamDay beim DRC. Eine gute Idee und eine tolle Gelegenheit, herauszufinden wie gut das Team Hund-Mensch schon funktioniert. Abseits vom Dummy-Alltag wird eine Möglichkeit geschaffen, zu zeigen, was Hund und Mensch gemeinsam schon erreicht haben.

TeamDay „Uff de Kutt“ ist die Premiere im DRC. Die Teilnehmer heute sind die ersten in Deutschland, die sich dieser Herausforderung unter Prüfungsbedingungen stellen. Wegen Corona mussten wir uns leider in drei Gruppen aufteilen, die zeitlich voneinander getrennt, die Übungen absolvieren. Ist halt so dieses Jahr. Es gibt aber schlimmere Schicksale. Dennoch superklasse, was trotz Corona in diesem Jahr alles im DRC gestemmt wurde. Danke schon mal dafür.

Drei Gruppen mit insgesamt 20 Teilnehmern (10 Menschen und 10 Hunde) gehen heute an den Start.

Die Sonderleitung und Vorbereitung der Veranstaltung übernahm in gewohnter Souveränität und professioneller Vorbereitung die Familie Keßler. Die Übungen hat unser Richter Jürgen Knaut sehr kreativ vorbereitet und überwacht.

Sonntag, 9.00 Uhr: Gruppe 1 trifft sich rechtzeitig am Übungsgelände. Hunde einlaufen. Papierkram erledigen. Und schon geht’s los. Jeder Teilnehmer erhält die Aufgaben in schriftlicher Form.

Die vier Gespanne wandern über die Wiese zum Wartebereich und staunen nicht schlecht über die vielen Stangen, Pylonen und sogar einen Kinderbuggy mit Plüschbär, die über die Wiese verteilt sind. Was wird uns erwarten? Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass die Stimmung entspannt ist. Der Prüfungsdruck aus anderen Prüfungen ist heute nicht spürbar.

Übung 1
Jürgen stellt uns die erste Übung vor. Ziel ist, neben dem Absolvieren der Übung, das Verstehen dieser und die kreative Umsetzung.

Aufgabenstellung

  • Hund und Hundeführer starten bei Punkt 1 und mit Leinenführigkeit geht es zu Punkt 2.
  • An Punkt 2 wird der Hund abgeleint und es geht in Freifolge über Punkt 3 zu Punkt 4. Dort muss der Hund absitzen.
  • Der Hundeführer geht allein zur Futterschüssel an Punkt 5 und legt dort ein Leckerli/Futterdummy ab. Er geht zum Hund zurück.
  • In Freifolge gehen Hund und Hundeführer über Punkt 3 zu Punkt 2.
  • Mit einem „Voran“ wird der Hund auf Punkt 5 geschickt und abgerufen.
  • Unter Leinenführung geht es zurück zu Punkt 1.

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Aufgabe 1 Bild.png

Fazit:
Alle Teilnehmer haben die Aufgabe erfolgreich absolviert. Jeder hat die Aufgabe etwas anders gelöst. Seltsam war, dass zwei Stangen mehr am Ende der Slalomstrecke standen als auf den Aufgabenblatt. Diese sollten kreativ von jedem Teilnehmer eingebaut werden. Jürgen gab uns ein Feedback. Und dann geht es auch schon zur nächsten Übung.

Übung 2
Alle sind gespannt, was es mit dieser Übung auf sich hat.

Aufgabenstellung

  • Ein Viereck ca. 5x5 m ist mit Pylonen abgesteckt.
  • An/auf jeder Pylone liegt eine Verleitung.
  • Hund und Hundeführer befinden sich in der Mitte.
  • Hund wird frei gegeben.
  • HF und Hund müssen 3 Minuten im Planquadrat bleiben, während der Richter und der Sonderleiter außerhalb des Viereckes „Rabatz“ machen.

Fazit:
Hier kann sich jeder austoben. Der Hund MUSS im Viereck bleiben. EGAL wie. Hundedecke auslegen und mit Hund kuscheln. Ballspiele. Zerrspiele. Lediglich festhalten und Leckerli sind nicht erlaubt. Es war ein großer Spaß für Hund und Mensch und spannend zu sehen, wie jeder die Aufgabe gelöst hat. Jürgen gab uns Rückmeldung, dass alle sehr kreativ die Aufgabe gelöst haben. Jeder auf seine eigene Weise.

Übung 3
Jetzt passiert irgendwas mit dem Buggy und dem Bären.

Aufgabenstellung

  • Der Hund wird an einem festgelegten Punkt abgesetzt/abgelegt.
  • Der Hundeführer geht ca. 50 Schritte vom Hund weg.
  • Eine fremde Person (naja Bernhard halt) geht/hampelt mit dem Buggy und Bär zwischen Hund und Hundeführer.
  • Der Richter gibt den Hund zum Abruf frei.

Fazit:
Sehr interessante Aufgabe. Scheint einfach, hat aber doch einige Tücken. Kommt der Hund direkt zum Hundeführer? Lässt er sich durch den Bären ablenken? Der Rückruf ging durch das Viereck aus Übung 2. Gemein war, dass die Ablenkungen natürlich nicht abgeräumt wurden. Der Hundeführer musste aufmerksam den Hund beobachten und rechtzeitig eingreifen.

Übung 4
Jetzt wird’s interessant. Eine Übung, die von zwei Teams gemeistert werden musste. Hier mussten nicht nur Hundeführer und Hund gut zusammenarbeiten, sondern auch die Hundeführer in Verbindung mit dem Richter. Los geht’s.

Aufgabenstellung

  • Walk-Up: Zwei Hundeführer gehen im Fuß im Abstand von ca. 10 Schritten von Punkt 1 zu Punkt 2.
  • Team 1 mit Leine (Leinenführigkeit)
  • Team 2 ohne Leine (Fuß)
  • Hundeführer 1 setzt seinen Hund an Punkt 2 ab.
  • Hundeführer 2 legt seinen Hund an Punkt 2 ab.
  • Hundeführer 1 + Hund und Hundeführer 2 gehen zu Punkt 3. Hundeführer 1 legt seinen Hund an Punkt 3 ab.
  • Beide Hundeführer gehen zum jeweiligen Punkt 4.
  • Von Punkt 4 wird zuerst Hund 1, dann Hund 2 abgerufen.
  • Beide Teams gehen im Walk-Up zurück zum Startpunkt.
  • Die Übung wird wiederholt mit wechselnder Position.

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Aufgabe 4 Bild.png

Fazit:
Sehr interessante Aufgabe, die viel Koordination erforderte. Hund und Mensch. Hundeführer und Hundeführer. Hundeführer und Richter. Die Hunde mussten ebenso konzentriert bei der Sache sein und sich auf den eigenen Hundeführer konzentrieren. Tolle Übung.

Übung 5
Aus Sicht des Hundes war diese Aufgabe gemein. Alle durften das Apportel haben, nur der Hund nicht. Warum seht ihr hier.

Aufgabenstellung

  • Hund sitzt an Punkt 1.
  • Der Hundeführer geht in den Wald zu Punkt 2.
  • An Punkt 2 steht eine verschlossene Box mit verschiedenen Apporteln.
  • Eines davon bringt der Hundeführer zum Richter an Punkt 3.
  • Der Hundeführer geht zum Hund zu Punkt 1.
  • Der Hund wird zum Richter eingedreht.
  • Der Richter wirft das Apportel.
  • Der Hundeführer geht ohne Hund zu Punkt 4 und ruft den Hund zu sich.
  • Der Hundeführer geht ohne Hund zum Apportel und holt es.

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Aufgabe 5 Bild.png

 

Fazit:
Diese Übung erfordert große Selbstbeherrschung beim Hund. Die Verleitung darf nicht gearbeitet werden. Der Hundeführer muss seinen Hund sehr gut beobachten und sofort reagieren, wenn er versucht die Verleitung zu arbeiten. Selbstverständlich gab es danach eine Belohnung.

Gesamtfazit                   
Am Ende der Prüfung erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, auf einem Feedbackbogen Ihre Meinung zu teilen. Fände ich gut, wenn dies auch nach Trainingseinheiten angeboten wird.
Der TeamDay ist eine großartige Sache und sollte beibehalten werden. Idealerweise sollten passend zur Prüfung auch Trainings rund um Themen ohne Dummy angeboten werden.
Der Dank gilt den Menschen, die diesen Tag vorbereitet haben. Nur mit deren Engagement und Zeit werden solche Veranstaltungen überhaupt möglich. Ich freue mich auf weitere Trainings und Prüfungen.
(Michael Sebastian mit Donut vom blauen Walde)