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Bericht zum 3. Team-Day „uff de Kutt“ am 09.10.2022

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3. Team-Day „uff de Kutt“ am 09.10.2022

„Nach der Pflicht kommt die Kür“ oder aber „Nach der Begleithundeprüfung kommt der Team-Day“. Nachdem drei der acht Teams am Tag zuvor die Begleithundeprüfung abgelegt und sich so das Ticket für den Team Day gelöst hatten, trafen sich alle am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein auf dem Parkplatz „uff de Kutt“ bei Oberkirch. Erstmal kurze Lagebesprechung: Nachdem unser Richter, Jürgen Knaut, erklärt hatte, worum es geht, war allen klar, dass uns eine Menge Spaß erwarten würde. Ich will es ja nicht vorwegnehmen, aber genau so war es auch!

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Teilnehmer im Wartebereich (Foto: Bernhard Keßler)

Wir mussten vom Parkplatz erstmal auf die Wiese kommen. Aber nicht einfach so! Ne, ne! Das wäre ja viel zu einfach. Deshalb haben wir auch gleich mit der ersten Aufgabe gestartet. Startpunkt war am Weg und die Zielstange steckte auf einem Weg oberhalb. Im ersten Teil sollte man gemeinsam mit dem Hund oben an der Zielstange ankommen. Wie? Das ist genau das spannende am Team-Day! Es gibt keine Pauschallösung und jeder Hundeführer muss sich selbst überlegen, wie er das am elegantesten mit seinem Hund löst. Hund unten am Weg absetzen, selbst zur Zielstange klettern und den Hund dann abrufen oder doch lieber gemeinsam im Fuss den Hang erklimmen? An der Leine oder Freifolge. Tja, am Ende waren fast alle Varianten dabei. Auch die, den Weg in Abschnitten zurückzulegen, also den Hund immer wieder zwischendurch abzusetzen und ein Stück alleine zu gehen. Im zweiten Teil dieser Aufgabe, musste der Hund an der besagten Zielstange abgelegt werden und der Hundeführer ist mit Jürgen Knaut außer Sicht gegangen und hat ein kleines Pläuschchen gehalten. Danach durfte der Hund wieder abgeholt werden. Alle Teams haben die Aufgabe bewältigt und nicht schlecht gestaunt, als sie dann den aufgebauten Parcours auf der Wiese sahen.

Die zweite Aufgabe bestand darin, einen Stangenparcours in der richtigen Reinfolge zu bewältigen. Als Jürgen Knaut die Aufgabe erklärte, sah man geradezu die Köpfe der Teilnehmer rauchen und die Rädchen darin rattern. Im Prinzip waren die orangenen Stangen in einem großen Hufeisen gesteckt. Startpunkt war Stange 1. Hier wurde der Hund abgesetzt. Der Hundeführer ist dann alleine diagonal durch das Hufeisen zu Stange 4 gegangen, wo ein Futternapf stand. Hier hat er gut sicht-, hör- und vermutlich auch riechbar für den Hund Leckerlis reingeworfen. Danach ging es zurück zum Hund und das Hufeisen der orangenen Stangen wurde abgearbeitet: Hundeführer zu Stange 2, Hund abrufen. Hund ins Platz legen, Hundeführer zu Stange 3 von dort aus den Hund abrufen und in der Freifolge zu Stange 4 (der aufmerksame Leser hat sich gemerkt, dass hier der lecker befüllte Napf steht ?). Weiter im Slalom am Napf vorbei und über Stange 5 wieder zurück zu Stange 1. Jetzt nur noch den Hund diagonal durchs Hufeisen zum Napf schicken und Sache war geritzt!

Nächste Aufgabe: DER TUNNEL! Das kleine blaue fiese Dinge, das von Anfang an, die Blicke schon auf sich gezogen hatte. Er war nur an einer Seite mit Ringen aufgespannt. Der Rest des Tunnels lag auf dem Boden. Somit konnte man nicht durchschauen und das Licht am Ende des Tunnels erkennen… Aus einer Kiste durfte man Spielzeug oder aber Leckerlis oder aber beides zur Hilfe nehmen. Ziel der Aufgabe: den Hund durch den Tunnel laufen lassen. Aber wie? Vorkrabbeln mit der Gefahr selbst stecken zu bleiben? Ball durchwerfen? Hund davor ablegen, auf die andere Seite gehen und den Hund abrufen? Es war bis auf das Vorkrabbeln alles dabei und wahnsinnig lustig zu sehen, wie die HF versucht haben, die Hunde in den Tunnel zu bekommen. Probiert das selbst mal aus! Ihr werdet feststellen, „rein“ ist nicht das Schwierigste, sondern das „durch“. Mit viel, viel Spaß und Lachen haben es am Ende wirklich alle Teams geschafft!

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Aufgabe 3: Der Hund soll durch den Tunnel (Foto: Bernhard Keßler)

Was ein Spaß bis zu diesem Zeitpunkt! Jetzt hatten sich alle erstmal eine Pause verdient. Familie Keßler hat uns mit leckerem Kuchen, Kaffee und Tee versorgt, die Hunde hatten eine kurze Pause und voller Tatendrang ging es nach dem Kaffeeklatsch wieder fröhlich ans Werk!

Als nächstes folgte die erste Würfelaufgabe: Hund wird an Stange 1 abgelegt und der Hundeführer geht zu Stange 2 in ca. 25 Metern Entfernung. Dort bekommt er einen Würfel. Die Zahl, die der Hundeführer würfelt, darf er an Schritten zu seinem Hund zurückgehen. Mit Fünfen und Sechsen ging das recht schnell, aber auch mit Einsen und Zweien kam man ans Ziel: einfach mal Riesenschritte machen!

Und dann kam auch schon die letzte Aufgabe. Erstmal gemeinsam mit dem Hund ein Spielzeug aus der Kiste holen. Am beliebtesten war tatsächlich ein etwas hässliches Kuscheltier, dass auch noch quieken konnte. Vermutlich der Graus aller HF, aber den Hunden hatte es es angetan. Dann wurde erstmal mit dem Hund gespielt. Hier hat man gesehen, wie wichtig das für die Beziehung zwischen Hund und HF ist und im Alltag doch bei dem einen oder anderen etwas verloren geht. Nachdem dann Hund und HF „aufgeheizt“ waren, musste das Spielzeug abgegeben, ein kleines Stück in der Freifolge gegangen und der Hund dann freigegeben werden. In dem Freilauf den Hund auf Entfernung absetzen, bei Jürgen wieder den berüchtigten Würfel holen und auf sein Glück hoffen. Dieses Mal hat die gewürfelte Augenzahl angegeben, wie viele Runden man um die im Kreis aufgestellten Hütchen laufen musste. Mit oder ohne Drehwurm (je nach Augenzahl) durfte das Spielzeug wieder abgeholt werden und musste in einen Zielkreis geworfen werden. Da zeigten sich dann deutlich, wer werfen kann und wer nicht. Hatten man endlich getroffen, durfte der Hund das Spielzeug apportieren.

Das Fazit zu diesem Tag: Es war eine wunderschöne Prüfung, mit tollen Aufgaben, einer Menge Spaß und in sehr entspannter Atmosphäre. Wer noch nie auf der Kutt war: da müsst Ihr hin! Das Gelände ist unglaublich schön (ein bisschen wie Urlaub). Die Sonderleitung „Familie Keßler“ ist Gold wert: es war alles perfekt organisiert, vorbereitet und betreut. Jürgen Knaut ist ein richtig toller Richter, der mit seiner Ruhe und Fairness für eine absolut angenehme Prüfungsatmosphäre sorgt. Nebenbei gibt er auch noch wertvolle Tipps und Anregungen.

Herzlichen Glückwunsch an alle Teams zur bestandenen Prüfung! Wir sind beim nächsten Team-Day mit Sicherheit wieder dabei. Lasst Euch den Spaß nicht entgehen und meldet Euch auch an! Ich kann es nur wärmstens empfehlen!

(Lea Rakete mit Nala - Inverness Golden I’m like a bird)