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Bericht: Jagdliche Anlagensichtung (JAS/R) am 22.10.2022 in Mühlingen bei Stockach aus Sicht der Helferin

Jagdliche Anlagensichtung (JAS/R) am 22.10.2022 in Mühlingen bei Stockach aus Sicht der Helferin
Gerne bin ich der Nachfrage von der Sonderleiterin Christine Mayer gefolgt, kurzfristig bei der JAS/R zu helfen. Leider gab es einen Ausfall aufgrund von Krankheit. Mal ohne Prüfungsdruck und Aufregung, einfach entspannt und sich erfreuen an den angetretenen Teams war mal eine neue Erfahrung.

Jeder Hund durchlief alle Aufgaben einzeln in einem Parcours. Das gewählte Gelände war hierfür ideal, da Wasser, Wald, offene Flächen mit unterschiedlichem Bewuchs fußläufig erreichbar waren. Diese Art der Sichtung ermöglicht einen umfassenden Eindruck des Hundes, was sich dann auch bei der abschließenden Besprechung zeigte. Das Wetter spielte mit und es war den ganzen Tag trocken, nur der Gang durch die Beregnungsanlage des Käferholzes, ließ den Regenschirm zu unserem Tagesbegleiter werden.

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Gang durch die Beregnungsanlage (Foto: Iris Mattes)

Für jedes Team war der Ablauf der Gleiche. Nach kurzer Vorstellung der Richter (Andrea Heinzelmann, Achim Wernet und Prüfungsleiter Wolfgang Hinderer) und einem Kennenlerngespräch mit dem Hundeführer und dessen Hund, wurden die Unterlagen kontrolliert und die Chipkontrolle durchgeführt. Danach ging es zur ersten Aufgabe „Freie Verlorensuche“. In einem Waldstück mit wechselndem Bewuchs waren für den Hund nicht sichtig ein Stück Federwild und Haarnutzwild ausgelegt worden. Bei der zweiten Aufgabe Schleppspur war der frei zu suchende Anschuss in einer Brachfläche mit höherem Bewuchs. Die Schleppe führte dann über einen Graben und über einen Weg, wieder in eine Brachfläche und zum Schluss in den Wald, wo das Stück Haarnutzwild lag. Die dritte Aufgabe war die Verlorensuche im Felde. Es wurden für den Hund nicht sichtig ein Federwild und Haarnutzwild ausgelegt. Während dieser Suche wurde die Schussfestigkeit überprüft. Die vierte Aufgabe war die Markierung im Felde. In ca. 30 m Entfernung fiel mit einem Geräusch ein Stück Federwild im höheren Bewuchs. Die fünfte und letzte Aufgabe war Wasser. Es wurde eine Ente nicht sichtig für den Hund im Wasser ausgelegt.

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Wasseraufgabe (Foto: Iris Mattes)

Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Tag, besonders auch durch die unterschiedlichen Retrieverrassen, die an diesem Tag gestartet sind und auch bei der Altersspanne war von 9 bis zu 15 Monaten alles vertreten. Sehr schöne Anlagen wurden gezeigt und die, die noch ein Quäntchen Unterstützung benötigten, bekamen diese durch das richtige Gespür des Richterteams.

Bei der abschließenden offenen Besprechung der Richter, waren sich diese in der Beurteilung der Sichtung einig und dokumentierten dies in den gezeigten Anlagen. Alle Teilnehmer haben erfolgreich an der Sichtung teilgenommen.

Zum Schluss bekam jedes Team noch seine individuelle Zugabe von den Richtern anhand von Tipps und Anregungen für die weitere jagdliche Arbeit.

Was habe ich mitgenommen? Dass es viele kleine und verschiedene Mosaike sind, die das Ganze zum Schluss zu einem Bild über die gezeigten Anlagen werden lassen.

Vielen Dank an das kompetente Richterteam, dass ich das mal aus einem anderen Blickwinkel erleben durfte und Christine Mayer der Sonderleiterin, welche die ganze Organisation übernommen und alle an diesem Tag rundum gut umsorgt und versorgt hat. Vielen Dank auch an den Reviergeber Andreas Freiherr von Nolcken, dass er dieses geniale Prüfungsgelände zur Verfügung gestellt hat.

(Iris Mattes)